A good book should leave you... slightly exhausted at the end. You live several lives while reading it. ~William Styron, interview, Writers at Work, 1958
Ich hab mir endlich den neuen Roman von J. K. Rowling besorgt. Harry Potter ist schon immer eines der besten Bücher überhaupt für mich gewesen. Da kommt nicht mal City of Bones oder Eine für vier dran. Obwohl ich gestehen muss, die letzten Bücher hab ich noch nicht gelesen. Das ist mein langfristiges Ziel, hehe. Leute, ich hab den Film "Denk wie ein Mann" geguckt, okay, und ich finde ihn klasse. Er hat super gute Schauspieler, eine mitreißende Geschichte, und - das wichtigste - ein Happy End! Früher, wenn ich meiner kleinen Schwester Geschichten erzählt habe, dann gab es das für mich nie. Immer sind die Helden am Ende gestorben, oder haben nicht ihre wahre Liebe bekommen. Wie konnte ich damals nur so grausam zu meiner Kleinen sein! Heute heul ich los, wenn es ein Happy End gibt, und richtige Sturzbäche fließen bei Filmen wie "Remember Me". Ohhh dieser Film ist die Höhe! Ich saß da bei uns im Wohnzimmer mit meiner Ma auf der Couch, und da kam diese Stelle, an der man feststellt, dass das Gebäude die Zwillingstürme sind! Tut mir leid für den Spoiler, aber damit musste ich auch zurecht kommen. Natürlich hatte ich das sehr gut verdrängt und war an dieser Stelle (obwohl ich es im Hinterkopf noch genau wusste) erschrocken und schockiert. Wie kann man sowas nur verfilmen? Wollen die das ich zu einem Häufchen Elend werde und den Glauben an Happy Ends verliere?! Um ehrlich zu sein, der Film hätte es fast geschafft. Aber eben nur fast. Es gibt da ja zum Glück noch solche wie "Briefe an Julia" oder "Silver Linings". Die kann ich nur empfehlen, wenn man auf Romantik und Happy Ends steht, wobei der zweite noch ein bisschen schwerere Kost ist.
Also, ich hab nun schon seit Monaten kein Buch, das mich so sehr interessiert, dass ich dafür früher ins Bett gehe nur um mehr darin zu lesen und dann letzendlich zur selben späten Stunde wie eh und je das Licht ausschalte. Ich hasse das. Am nächsten Morgen ärgere ich mich über mich selbst, aber was soll's. Daran werd' ich wohl nie was ändern.
Und dieses besagte Buch ist: Ein plötzlicher Todesfall von J. K. Rowling. Das ist zugegeben das erste Buch, dass ich nur aus Liebe zum fantastischen Schreibstil der Autorin lese. Ich hatte keinen blassen Schimmer worum es in dem Buch überhaupt geht, außer das durch den Titel Offensichtliche: Einen plötzlichen Todesfall.
Und da kam mir die Frage, warum ich mich in dieses Buch verliebt habe, denn das habe ich wirklich. Ich bin erst auf Seite 71, aber ich kann einfach nicht aufhören zu lesen. Nun, Rowling ist wohl zurecht eine der "besten Erzählerinnen der Welt", wie es auf der Rückseite des Buches heißt. Deshalb wusste ich auch übrigens nicht worum es darin geht, denn der kleine, ordentlich zentrierte weiße Text auf dem roten Einband beschreibt so gut wie gar nichts: Ein großer Roman / über eine kleine Stadt / von einer der besten / Erzählerinnen der Welt. Großartig, oder? Wie auch immer, ich bin überglücklich über meine Naivität. Jetzt hab ich endlich das Gefühl meine Ferien zu nutzen, die heute enden. Morgen geht's wieder los. Oh ich freu mich ja schon so. Yey.
Jetzt hab' ich noch genau... 9 Stunden Zeit bis ich wieder aufstehen muss. Wäre vielleicht besser schlafen zu gehen. Aber nicht ohne zu lesen! :-) :-*